Norwegische Waldkatzen (auch Norweger genannt) gehören zu den “natürlichen” Rassen und stehen den Wildkatzen sehr nahe. Man vermutet, dass Wikinger diese Waldkatzen tief im Wald entdeckten. Diese Tiere aus dem Wald sind groß, muskulös, tragen halblanges Haar und haben einen buschigen Schwanz. Außerdem haben sie sich gut an das extreme, skandinavische Klima angepasst, denn sie besitzen ein doppellagiges Fell, welches auch wasserabweisend wirkt. Sogar Kälte bis zu minus 30 Grad Celsius kann ihnen nichts anhaben. Verglichen mit europäischen Hauskatzen sind norwegische Waldkatzen meist getigert oder schwarz und ihre Tatzen häufig weiß.

Norwegische Waldkatzen – die Geschichte geht weiter

Geschichtlich gesehen wird angenommen, dass sich europäische Kurzhaarkatzen in Skandinavien, vor allem in Norwegen, verbreiteten. Diese Tiere lebten meist tief im Wald und in schroffen Gebirgen, worauf die Anpassung an die eisige Kälte zurückzuführen ist. Erste Zuchtprogramme der Katzen aus Norwegen wurden 1930 aufgestellt, 1975 wurden sie schließlich von der F.I.Fe registriert. Norwegische Waldkatzen findet man sogar auf Münzen von Wikingern aus Norwegen abgebildet.

Das Verhalten dieser Tiere ist sehr unkompliziert. Norwegische Waldkatzen sind äußerst gutmütig und sanft. Sie sind sehr verspielt und entwickeln meist eine enge Beziehung zu den Menschen. Die Norwegische Waldkatze ist besonders für aktive Senioren und Familien geeignet, da diese Katzen gerne von Menschen umgeben sind. Normalerweise akzeptieren Katzen in ihrem Revier keine anderen Tiere ihrer Art, die Hauskatzen aus Norwegen jedoch sind sehr gesellig und kontaktfreundlich. Obwohl diese Katzen heute noch zum Teil im Wald leben, sind sie liebevolle und pflegeleichte Haustiere.